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Die Bürgerinitiative Happinger See will weiterhin Unterschriften für ihre Petition sammeln. Das teilte die Initiative mit. Es hat sich nach Ansicht der BI bei einem Gespräch mit Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März gezeigt, dass die Positionen weiterhin weit auseinanderliegen.

Die Bürgerinitiative fordert, das stadteigene Gelände am Happinger See im Besitz der öffentlichen Hand zu behalten. Die Stadt plant weiterhin, es in Erbbaurecht an einen privaten Investor zu vergeben. Die Bürgerinitiative will für ihre Petition mindestens 3.000 Unterschriften sammeln. Eigenen Angaben nach sammelte die BI innerhalb einer Woche über 1.700 Unterschriften, darunter 1.000 allein von Rosenheimer Bürgerinnen und Bürger.

Unser Sender hatte mehrfach über dieses Thema berichtet. Mehr dazu könnt ihr hier nachhören. 

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Hier die Pressemitteilung vom Abend im Wortlaut: 

In einem Gespräch zwischen Oberbürgermeister Andreas März und der Bürgerinitiative (BI) Happinger See zeigte sich am 15. Mai, dass die Positionen, was das städtische Gelände am Happinger See angeht, weiterhin weit auseinanderliegen. Die Bürgerinitiative will ihre Bemühungen deshalb verstärken und mindestens 3.000 Unterschriften sammeln. Während die Bürgerinitiative fordert, das stadteigene Gelände im Besitz der öffentlichen Hand zu behalten, verfolgt der Oberbürgermeister weiterhin den Plan, es in Erbbaurecht an einen privaten Investor zu vergeben. Die Öffentlichkeit soll an dem Verfahren nicht beteiligt werden. „Wir sind der Meinung, dass den Rosenheimer Bürgern sehr wohl ein Mitspracherecht zusteht, wenn es um die Zukunft ihres Naherholungsgebietes am Happinger See geht“, so Markus Tiefenthaler von der Bürgerinitiative (BI).

Weiterentwicklung oder Rolle rückwärts?

Im Gespräch bezeichnete Oberbürgermeister März sein Vorhaben als „Weiterentwicklung des Geländes“. Die BI ist aber vom Gegenteil überzeugt. „Der Happinger See wird viel von seinem Erholungswert einbüßen, sollten die Pläne des Bürgermeisters Wirklichkeit werden. Konflikte zwischen Erholungssuchenden, Gästen und Investor sind vorprogrammiert“, sagt Markus Tiefenthaler. „Als die Stadt das Gelände vor einigen Jahren gekauft hat, hat sich die Situation für die Erholungssuchenden verbessert, zum Beispiel war die Liegewiese ab diesem Zeitpunkt wieder uneingeschränkt zugänglich. Nun plant die Stadt die Rolle rückwärts und will statt naturnaher Erholung der kommerziellen Maximierung im Landschaftsschutzgebiet Tür und Tor öffnen. Schon jetzt lässt der vollgepackte Veranstaltungskalender des Kioskbetreibers die Frage aufkommen, ob so eine Entwicklung in einem Landschaftsschutzgebiet überhaupt tragbar ist. Nachdem es bei dem Austausch zwischen BI und Oberbürgermeister zu keiner Annäherung der Positionen gekommen ist, wird die BI ihre Unterschriftensammlung verstärkt fortsetzen. Das Ziel sind mindestens 3.000 Unterstützer.